Aktuelles

Zurzeit bereiten wir eine Gesundheitsmesse vor.

Resümee

Fakt: Am 24.03.15 ist Flug 4-U9525 in Frankreich abgestürzt.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde der Absturz vom Co-Piloten Andreas Lubitz im Rahmen eines Suizid verursacht.

Bei dem Absturz sind 150 Menschen verstorben.

Die Opfer

 

Bei der Tat haben auch 16 Schülerinnen und Schüler sowie 2 Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasium in Haltern ihr Leben verloren. 

 

Das ist natürlich für die Schulleitung und Mitschüler der absolute "Super GAU" (Größtes anzunehmendes Unglück).

Die Schule wird Monate benötigen um dieses Ereignis einigermaßen zu verarbeiten.

Dieses Unglück wird sich für immer in die Geschichte der Schule einreihen und einen erheblichen Schatten werfen.   

Die Angehörigen

 

Die Angehörigen müssen jetzt dieses Schock-Erlebnis verarbeiten. 

 

Das Verarbeiten des Verlust eines Angehörigen geschieht auf unterschiedliche Weise.

Wie er dieses verarbeitet (siehe auch Trauerbegleitung) muss jeder Mensch für sich selbst individuell entscheiden.

Für Eltern gibt es wohl kein größeres negatives Ereignis, als wenn ein Kind vor einem stirbt. 

 

Hilfestellung

 

Sollte man hier Hilfestellung bei der Trauerverarbeitung geben?

 

Auch hier gibt es unterschiedliche Auffassungen. Es gibt Trauernde, die am liebsten mit der Trauerbewältigung vollkommen allein fertig werden und dieses auch wünschen.

Anderen helfen Gespräche bis hin zu Trauma-Therapien.

 

Grundsätzlich darf man niemanden eine Hilfe aufzwingen, die er nicht wünscht.

 

Trauerbegleitung der Kirche

 

Wir sind der Meinung, dass eine Trauerbegleitung grundsätzlich individuell gestaltet werden muss. Wenn jemand die Notfallseelsorger der Kirchen in Anspruch nehmen möchte, dann ist das natürlich vollkommen ok.

Es darf aber nicht so weit gehen, dass Trauernden eine Kirche bzw. Gott aufgezwungen wird. 

 

Wenn dann noch so ein Idiot von Pastor erzhählt, dass die Menschen ja "sterben, weil sie schuldig sind" dann fehlen uns einfach die Worte.

Wir kann ein Pastor so einen geistigen Dünnschiss von sich geben und dann noch erwarten das man ihn für voll nimmt! 

http://www.focus.de/panorama/welt/nach-germanwings-katastrophe-tv-pastor-ueber-absturz-opfer-menschen-sterben-weil-sie-schuldig-sind_id_4637929.html#

https://www.youtube.com/watch?v=Zs7uKNDQ4sk&feature=player_embedded

Die Fluggesellschaft Germanwings

 

Man kann davon ausgehen, dass die Fluggesellschaft Germanwings oder deren Muttergesellschaft Lufthansa niemals von der Möglichkeit ausgegangen sind, dass ein Co-Pilot absichtlich auf einem Flug suizid begeht und 149 Menschen mit in den Tod führt.  

 

Vom Mechaniker bis zur Führungsebene sind alle Mitarbeiter von dem Tatgeschehen vollkommen geschockt.

 

Dieses Ereignis wird sich für immer in die Köpfe der Mitarbeiter festsetzen.

 

Nach wie vor gehören Germanwings und Lufthansa zu den renomiertesten Fluggesellschaften der Welt. 

Regulierung des "Schaden"

 

Kann man den Verlust von Menschenleben als "Schaden" titulieren?

Zunächst müssen wir uns für diese Formulierung entschuldigen aber rechtlich geht es einfach um die "Regulierung des Schadens".

 

Worum geht es den Angehörigen:

Es geht zunächst einfach nur um die juristische Aufarbeitung des Ereignis.

 

Wenn die Angehörigen die Wahl hätten zwischen 1 Million Euro oder den verlorenen Menschen zurückzuerhalten, werden alle sicherlich sofort auf das Geld verzichten.

 

Welche Schadenssumme ist angemessen?

 

Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, weil ein Menschenleben dem Grunde nach überhaupt nicht in Euros aufzuwiegen ist. 

 

Wie sollte die Regulierung erfolgen?

 

In den Medien werden jetzt einige Rechtsanwaltskanzleien aufgeführt, die "große Worte von sich geben" weil diese ja in den USA Klagen wollen.

 

Aber wollen das auch die Angehörigen?

 

Wir sind der Auffassung, dass eine einheitliche Basisregulierung für alle Opfer erfolgen sollte.

Individuell kann es dann noch geringe Abweichungen bezüglich der besonderen Umstände (Unterhaltzahlungen u.s.w.) geben.

 

Es wird natürlich auch Angehörige geben, die die größtmögliche Regulierung erreichen wollen und hier auch Klagen anstreben.

 

Hier kann als Motivation die "Wut" über das Ereignis oder "Rache" gegen die Fluggesellschaft ausschlaggebend sein.

 

Die Schuldfrage

 

Wer hat schuld an dem Absturz?

 

Zunächst einmal muss man hier den Co-Piloten Andreas Lubitz aufführen.

Dieser hat mit großer Wahrscheinlichkeit den Absturz absichtlich herbeigeführt und auch direkt durch Taten das Flugzeug gegen den Felsen geflogen.

 

Auf der anderen Seite war Andreas Lubitz krank.

Wir möchten hier nicht die Tat mit einer Krankheit entschuldigen, aber da Andreas Lubitz bezüglich seiner Depressionen in Behandlung war, haben hier die behandelnden Therapeuten grundsätzlich versagt.

 

Wir wissen nicht wie die Therapeuten gearbeitet haben, aber jeder Therapeut ist eigentlich über den Beruf des Patienten informiert.

Bei schwerwiegenden Depression hätten Maßnahmen ergriffen werden müssen, die auch in das Berufsleben eingreifen.

 

Im Nachhinein ist es leicht, hier mit "Man hätte ja ..." etwas zu "entschuldigen".

 

Jeder Therapeut ist aber in gewisser Weise auch auf die "Mitarbeit" des Patienten angewiesen. Ohne ausreichende Informationen oder Mitarbeit des Patienten kann auch die beste Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringen.

 

Man kann auch davon ausgehen, dass Germanwings niemals Andreas Lubitz ins Cockpit gelassen hätten, wenn auch nur im geringsten die Möglichkeit eines Suizid per Flugzeug im Raume gestanden hätte.

 

 

Das vorstehende Resümee gibt allein die Meinung des DIFAT eV. wieder.

Es erfolgt ausdrücklich keine Rechtsberatung.