Aktuelles

Zurzeit bereiten wir eine Gesundheitsmesse vor.

Ebola

Ist Ebola eine nationale oder internationale Gefahr?

 

Zurzeit werden die Vortragstermine für 2018 / 2019 zusammengestellt.

 

In Kürze erhalten sie hier eine Auflistung der Termine (Datum/Ort) der jeweiligen Veranstaltung. 

 

Die Seiten werden täglich mit den neusten Infos der WHO oder CDC aktualisiert. Wir erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

 

Ebolafieber ist eine Infektionskrankheit, die durch das Ebolavirus hervorgerufen wird. Die Bezeichnung geht auf den Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongozurück, in dessen Nähe diese Viren 1976 den ersten allgemein bekannten großen Ausbruch verursacht hatten.

 

Das Ebolafieber verläuft nach bisherigem Wissensstand in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich.

 

Als Therapie stehen bislang lediglich Maßnahmen zur Bekämpfung oder Linderung einzelner Krankheitssymptome zur Verfügung.

 

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern besteht eine Meldepflicht bei Verdacht auf Ebolafieber, direktem und indirektem Erregernachweis, Ausbruch der Erkrankung, hämorrhagischem

Krankheitsverlauf oder Tod.

 

 

 

Es werden fünf Arten in der Gattung "Ebolavirus" unterschieden:

 

Zaire (EBOV),

 

Sudan (SUDV),

 

Reston (RESTV),

 

Taï Forest (TAFV

früher Elfenbeinküste bzw. Côte d’Ivoire Ebolavirus

 

und

 

Bundibugyo Ebolavirus (BDBV).

 

Außer dem Reston Ebolavirus lösen alle anderen vier Arten beim Menschen hohes Fieber mit > 38,5 °C in Verbindung mit Blutungen (hämorrhagisches Fieber) aus. 50 bis 90 % der Erkrankten sterben daran (Letalität), in Einzelfällen, z. B. bei Infektionen mit der Virusspezies BDBV, ist die Letalitätsrate auch geringer.

 

Aufgrund der hohen Letalität und Infektionsgefahr wird der Erreger in die höchste Risikogruppe 4 nach der Biostoffverordnung eingeordnet (lediglich die Virusspezies RESTV ist der Risikogruppe 2 zugeordnet).

 

Das natürliche Reservoir des Virus – der Reservoirwirt – ist bislang unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass als Hauptwirt 

Nilflughunde in Frage kommen.

 

In jüngster Zeit konnten Forscher aus dem Centre International de recherches Médicales de Franceville in Gabunentweder Virusbruchstücke oder Virusantikörper in sechs selbst nicht erkrankten Flughundearten nachweisen.

 

Es handelte sich dabei um die Flughundearten Epomops franqueti, Hammerkopf (Hypsignathus monstrosus), Schmalkragen-Flughund (Myonycteris torquata), Micropteropus pusillus, Mops condylurus und Nilflughund (Rousettus aegyptiacus) aus einer Gegend, in der zuvor Schimpansen und Gorillas an Ebolafieber verendet waren.

 

In Teilen West- und Zentralafrikas werden diese Tiere als „Buschfleisch“ verzehrt. Es wird hinsichtlich dieses rohen Fleisches daher vom ungeschützten Kontakt und Verzehr abgeraten.

 

Der Subtyp Reston löst in Makaken (eine Affen-Gattung) die Krankheit aus. Eine Krankheitsauslösung beim Menschen wurde jedoch bislang nicht festgestellt.

Ausbrüche

 

Dokumentiertes Auftreten und Epidemien der Ebola-Viruskrankheit

Seit 1976 kam es wiederholt zu Ausbrüchen des Ebolafiebers. Insbesondere im tropischen Teil Afrikas kosteten diese Ausbrüche zahlreichen Personen das Leben:

 

Karte zu den Ebolavirus-Epidemien in Afrika von 1976 bis 2008

Verlauf in Guinea 2014 (gestrichelt: inkl. Verdachtsfälle)

  • blau - Bestätigte Erkrankungsfälle
  • rot - Bestätigte Todesfälle

Verlauf in Liberia 2014 (gestrichelt: inkl. Verdachtsfälle)

  • blau - Bestätigte Erkrankungsfälle
  • rot - Bestätigte Todesfälle

Verlauf in Sierra Leone 2014 (gestrichelt: inkl. Verdachtsfälle)

  • blau - Bestätigte Erkrankungsfälle
  • rot - Bestätigte Todesfälle